Pädagogische Angebote

Kinder entdecken ihre Welt durch die Erfahrungen, die sie Tag für Tag sammeln. In unseren Evangelischen Kindertagesstätten begleiten und unterstützen wir die Kinder auf ihrer Reise in die Selbstständigkeit. Dabei lassen wir ihnen genug Raum, in eigener Initiative zu handeln, und geben ihnen Anregungen für die Entwicklungen ihrer Sinne und Fähigkeiten.

Kinder unter drei

Jedes Kind braucht für eine stabile Entwicklung Geborgenheit und eine sichere Bindung – ganz besonders die Jüngsten. Eine sorgsame Eingewöhnung in die Krippe ist die beste Voraussetzung für einen guten Start in das Kita-Leben.

Die Eingewöhnung

Damit der Anfang gelingt, gestalten wir den Übergang in die Kita-Zeit mit Ihnen gemeinsam individuell und verbindlich. Sie bleiben in dieser ersten Phase bei Ihrem Kind in der Krippe. So erhält es Zeit, die neue Umgebung kennenzulernen und Vertrauen zu entwickeln. Erst wenn Ihr Kind sich sicher fühlt, wenn es Geborgenheit empfindet, beginnt die nächste Phase. Jetzt bringen Sie Ihr Kind in die Kita und holen es später wieder ab. Das bedeutet an jedem Tag einen Abschied und ein Willkommen. Doch jetzt ist Ihr Kind stark genug, jetzt sind ihm die Menschen in der Kita vertraut und es freut sich auf die anderen Kinder.

Die festen Rituale

Die festen Rituale, die auch schon in der Krippe gelten, unterteilen den Kindern den Tag. Morgenkreis und Abschlusskreis bilden einen Rahmen, Wachzeiten und Ruhezeiten wechseln sich ab. Zusammen mit den festgelegten Zeiten, an denen gemeinsam die Mahlzeiten eingenommen werden, geben sie dem jungen Leben Struktur, Halt und Sicherheit. Hinzu kommt der Jahreskreis mit seinen wiederkehrenden Terminen wie Geburtstage und die christlichen Feste.

Spielend lernen

Kinder lernen leicht, schnell und spielerisch. So erwerben sie von Anfang an viele Fähigkeiten, die sie im späteren Leben benötigen. Dafür halten wir ein breit gefächertes Angebot bereit, das drinnen und draußen in der Natur alle ihre Sinne anspricht. Selbstverständlich gelten für unsere pädagogischen Angebote die in den Bundesländern geltenden Bildungsleitlinien und Empfehlungen (Hamburg und Schleswig-Holstein).

Sprache, Kreativität und Rechnen

Mit Geschichten und Gedichten, mit Liedern, Reimen und im Gespräch machen wir Ihrem Kind Lust auf Sprache. Kreativität und Fantasie helfen ihm, seine Sinne zu entwickeln und wirken auf Körper und Geist. Malen, Musizieren und Gestalten öffnen ihm Türen in neue Welten und tragen positiv zu seiner Entwicklung bei. Beim Zählen, Messen und Stapeln lernt Ihr Kind erste Rechenaufgaben zu lösen, zuzuordnen und Mengen, Formen, Größen und Gewichte zu begreifen.

Wunder der Welt

Im Garten der Kita und bei gemeinsamen Ausflügen erlebt Ihr Kind die Natur. Es entdeckt die Wunder unserer Welt, erfährt den Wechsel der Jahreszeiten und seine Wirkung auf die Natur und lernt ganz ohne Anstrengung naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten kennen. Anknüpfend an ihre Neugierde und ihr Staunen vermitteln wir den Kindern dabei den achtsamen Umgang mit Gottes Schöpfung.

Eigene Stärken

Selbstvertrauen entwickelt Ihr Kind auch in der körperlichen Betätigung. Es läuft, es klettert und balanciert und lernt dabei, die eigenen Stärken richtig einzuschätzen. Es sammelt Erfahrungen mit dem eigenen Körper, lernt sich und die anderen kennen und entdeckt, dass Gemeinsamkeit hilft, Erfolge zu erzielen.

Sprachbildung und -förderung

Wir sprechen miteinander. Wir hören einander zu. Wir singen Lieder und rufen Reime. Wir erzählen uns Geschichten. Wir verstehen die anderen und wir werden verstanden. Zusammen mit Ihnen als Eltern fördern wir auf vielfältige Weise die Sprachentwicklung Ihres Kindes als wichtigen Teil seiner ganzheitlichen Entwicklung.

Gemeinsames Erleben

Sprache bietet die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu erleben. Wer miteinander spricht, wer einander zuhört, wer einander versteht, macht sich gemeinsam auf den Weg. Fragen und die Antworten erklären Ihrem Kind die Welt, es lernt und entwickelt sich weiter. Ob im Morgenkreis, beim Essen, in der Lernwerkstatt oder auf dem Spielgelände: Wir begleiten unseren Alltag mit Sprache. Dabei lernt Ihr Kind, sich immer besser auszudrücken und sich immer klarer verständlich zu machen.

Entwicklung und Förderung

Wir hören Ihrem Kind zu. Dabei erfahren wir auch, wo es sich in seiner sprachlichen Entwicklung befindet und ob es Förderung braucht. Darüber und über die weitere Entwicklung sprechen wir regelmäßig mit Ihnen.

Deutsch lernen

Kinder, die zuhause mit einer anderen Sprache als Deutsch aufwachsen, unterstützen wir dabei, Deutsch zu lernen. Dabei helfen die sprechfreudige Atmosphäre sowie der Einsatz von Liedern, Spielen, Büchern und anderen Medien. 

Integration und Inklusion

In vielen unserer Evangelischen Kitas betreuen wir Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam. Für uns ist es selbstverständlich, dass alle Kinder zu einer Gemeinschaft gehören, auch wenn einige von ihnen eine besondere Betreuung brauchen. Schließlich ist es normal verschieden zu sein.

Die in unseren Evangelischen Integrations-Kindertagesstätten bereits etablierte gemeinsame Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung findet ihre Fortführung heute in einer inklusiven Pädagogik.

Das Grundverständnis von inklusiver Pädagogik sowie die entsprechenden Leitlinien der Arbeit in Kitas hat die Bundesvereinigung Evangelischer Kindertagesstätten (BETA) in einer Broschüre zusammengefasst.

Wenn Sie mehr über die Fördermöglichkeiten von Kindern mit Behinderung wissen möchten, sprechen Sie uns an.

Kinder ernst nehmen

Ein Erwachsener, der aufmerksam zuhört, behutsam nachfragt und so mit ihm ins Gespräch kommt: für ein Kind ist das eine wichtige Erfahrung. Es erlebt, wichtig zu sein, sich verständlich machen zu können, ernst genommen zu werden. Oft geschieht dies im Alltag ganz selbstverständlich und nebenbei. Aber wer kennt die Situation nicht selbst: Aus unterschiedlichen Gründen wiegelt man das Anliegen eines Kindes kurz ab. Doch ein Kind braucht etwas anderes. Einige pädagogische Methoden stellen deshalb ganz bewusst den Dialog mit dem Kind in den Mittelpunkt. Sie kommen in vielen Kitas zum Einsatz, lassen sich aber auch zu Hause praktizieren.

So stärken Kitas Ihr Kind

Wie Eltern und Erzieher einem Kind antworten, beeinflusst das Bild, das sich das Kind von sich selbst macht. Dieser Einfluss ist umso stärker je jünger das Kind ist. Kinder "bauen" ihr Bild von sich selbst vor allem aus dem, was ihnen von den Menschen in ihrer Umgebung entgegen gebracht wird. Wenn also ein Kind erlebt, dass ihm etwas zugetraut wird, dann wird es selbst seine Handlung auch positiv einschätzen. Es wird sich selbst eher etwas zutrauen und neue Herausforderungen wagen. Die Antwort eines Erwachsenen wirkt daher weit über den eigentlichen Augenblick hinaus.

In den Kindertageseinrichtungen begegnen Ihnen verschiedene Methoden: Ob behutsame Eingewöhnungsprozesse oder der pädagogische Ansatz nach Emmi Pikler, ‚Partizipation‘, die ‚Babyzeichensprache‘, der ‚Bildungssammler‘, ‚Beschwerdeverfahren‘ oder ‚Marte Meo‘ - Ziel ist immer, sich als Erwachsener sensibel mit dem Kind zu verständigen und dessen Persönlichkeitsentwicklung zu stärken.

 

 

 

Das Hamburger Kita-Brückenjahr

Vorschule oder Kita? Diese Frage stellt sich allen Hamburger Eltern im Jahr vor der Einschulung ihres Kindes. Mit dem Kita-Brückenjahr können wir Ihr Kind in der vertrauten Umgebung seiner Kita optimal auf den Wechsel in die Schule vorbereiten.

Neue Angebote

Im Brückenjahr halten die Kitas neue Angebote und Aufgaben für Ihr Kind bereit. Es lernt die Zahlen von Null bis Zehn und ihre Bedeutung kennen. Die Sprachbildung wird ausgeweitet. Besondere Förderung erhalten Kinder, bei denen zuhause nicht deutsch gesprochen wird. Auch die naturwissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse, die Ihr Kind bei der Entdeckung und Erforschung seiner Umwelt gewinnt, werden vertieft.

Neue Erfahrungen

Teamfähigkeit und andere soziale Kompetenzen werden Ihrem Kind im Kita-Brückenjahr im Spiel und im Gespräch vermittelt. Sie machen es sicherer und selbstbewusster im Umgang mit sich und anderen – eine elementar wichtige Vorbereitung auf die Schule. Im Brückenjahr erleben sich die Kinder als „die Großen“ und sind Vorbild und Helfer für die Kleineren.

Enge Begleitung

Ihr Kind wird im Kita-Brückenjahr eng von unseren Pädagoginnen und Pädagogen begleitet. Mit Informationen und Schnupperbesuchen bereiten wir es auf die Schulzeit vor. So bauen unsere Evangelischen Kitas die notwendigen Brücken zu den Schulen.

Nach Schulschluss: GBS und Hort

Immer mehr Schülerinnen und Schüler an Hamburger Grundschulen nutzen die Möglichkeiten der ganztägigen Bildung und Betreuung an Schulen (GBS). Unsere Angebote der Nachmittags- und Ferienbetreuung finden in den Grundschulen statt. Einzelheiten zu dem Hamburger System finden Sie hier.

In den Kommunen Schleswig-Holsteins gilt das Hort-System. Zahleiche Evangelische Kindertagesstätten im Großraum Hamburg bieten Schülerinnen und Schülern an den Nachmittagen die Möglichkeit einer verlässlichen Hort-Betreuung.

Die GBS-Angebote und Einrichtungen mit Hort können Sie sich über unseren Kita-Finder zeigen lassen.